Das Bürgerfest in Verbindung mit der 850-Jahrfeier Taufkirchens war für den Arbeitskreis "Eine Welt" der Agenda 21 Anlass, erstmals eine Gemeinschaftsaktion sozial engagierter Gruppen unserer Gemeinde zu organisieren. Dies aus der Erkenntnis, dass wir gemeinsam mehr erreichen können und unsere Aktionen in der Öffentlichkeit besser wahrgenommen werden.
Seit Dezember 1997 treffen sich die Aktionsteams auf Einladung des AK "Eine Welt" in lockerer Form. Sie gewähren sich gegenseitig Einblick in ihre Projekte und diskutieren Probleme, die sie gemeinsam betreffen, z.B. Fragen zu Organisation, Finanzen, Steuern, Zoll, Transport und Öffentlichkeitsarbeit. Deutlich zu spüren ist, daß sich die Zusammenarbeit festigt und vertieft - ein vorläufiges Ergebnis, das Mut macht.
Getreu dem Agenda-Motto "Global denken - lokal handeln" initiierte die Agenda 21 aus Anlaß der 850-Jahrfeier einen "Hilfsfonds Taufkirchen". Denn zusätzlich zur Unterstützung sozialer Projekte in Ländern der "Dritten Welt" soll auch für Bürger in der eigenen Gemeinde etwas getan werden. Der Fonds soll aktuelle Projekte und Menschen, die in akuter Not sind, "vor Ort" unterstützen. Für Maßnahmen in der "Dritten Welt" wird von Taufkirchner Gruppen schon viel Gutes geleistet, aber Not gibt es auch in Taufkirchen. Wir wollen uns daher solidarisch für die Bürger der Gemeinde einsetzen.
Alles was zusätzlich zu den Einnahmen für die Dritte-Welt-Projekte in die Kasse fließt, soll den Grundstock bilden für den "Hilfsfonds".
Die Agenda 21 hofft, dass sich an dieser Idee weitere Gruppen, Vereine, die Wirtschaft und einzelne Bürger beteiligen, damit daraus ein ständiges Hilfsinstrument für Taufkirchen wird. Denn freiwillige Unterstützung wird angesichts leerer Staatskassen zunehmend gebraucht. Bürgersinn und Solidarität sind also gefragt