Sprecherin Dr. Susanne Schöber, Finkenstraße 3, Telefon: 6124371, Mail: johannes.schoeber@t-online.de
Hachinger
Bach Das eigentliche Gründungsziel des AK, die Renaturierung des Hachinger Bachs, ist durch das Umweltamt der Gemeinde wieder ein Stück vorwärts gebracht worden: in der Ortsmitte ist ein bisher schnurgerader Bachabschnitt in einem großen Bogen verschwenkt, mit Natursteinen eingefasst und für Spaziergänger zugänglich gemacht worden. Um den Sinn dieser und früherer Maßnahmen der Bevölkerung verständlich zu machen, hat der AK im Oktober eine Begehung mit fachmännischer Erläuterung organisiert.
Diesem erfreulichen Fortschritt steht ein gravierender Rückschlag gegenüber: etwas weiter nördlich macht eine Beton- Lärmschutzwand direkt am Bach die hier vorgesehenen Renaturierungsmaßnahmen unmöglich. Abhilfe zu schaffen, war trotz aller Bemühungen nicht möglich. Dieser Genehmigungsfehler zeigt, wie wenig der Rathausspitze an Unterhalt und Pflege des Bachbereichs gelegen ist umso bedauerlicher, wenn man bedenkt, wie viele Jahre es gedauert hat, bis sich die 5 Anliegergemeinden auf den Gewässerpflegeplan geeinigt hatten. Mit großem personellem Einsatz wurde beim Ramadama das Gelände des Autobahnsees gesäubert. Der Abfluss von Straßenabwasser in den Hachinger Bach konnte nach jahrelangen Bemühungen abgestellt werden.
Im Frühjahr wurde wieder eine öffentliche Waldführung mit einem Forstfachmann durchgeführt (16.3.07).
Ein weiteres Ziel des AK, die fachgerechte Entwicklung der wertvollen Feuchtwiesen, ist ein gutes Stück vorangekommen. Dank und Anerkennung dafür unserem engagierten Umweltamt, das auch für die Vorstellung des Konzepts einen öffentlichen Pressetermin anberaumt hat. Ein Problem bleibt allerdings weiterhin die Grabenräumung.
Der AK hat das reich blühende Magerwiesenbiotop am Bahnhof sowie den S-Bahnbegleitstreifen sorgfältig kartiert.
Die Ikea-Ausgleichsflächen wurden zweimal mit Forstfachleuten begangen. In zahlreichen Gesprächen mit den zuständigen Ikea-Leuten wurden die seit längerem ausstehenden Ersatzmaßnahmen angemahnt. 10
Für den Waldbereich konnte ein erfahrener Beobachter dazu gewonnen werden. So konnten nach den bisherigen Auswertungen von 14 Beobachtern ca.733 Beobachtungen dokumentiert werden. Erstmals gab es keine Kiebitz-Brutbeobachtungen; ein Storchenpaar wurde kurz gesichtet; der Eisvogel hat noch sein Revier am Bach. Im Rahmen des LBV wurde die Wintervogelzählung und die „Stunde der Gartenvögel“ durchgeführt. Neue Nisthilfen wurden angebracht, z.B. auch für Mauersegler und die Waldohreule. Die beiden Turmfalkenbruten mit jeweils 5 Jungen wurden an das bundesweite ADEBAR-Programm gemeldet.
Für das Ferienbeginnfest wurde mit viel Aufwand eine Kräuterschau vorbereitet. Der unerwartet einsetzende Regen ließ jedoch das Fest ins Wasser fallen. Die jährlich am Christkindlmarkt durchgeführte Wertstoffbörse fand heuer wieder statt.